Unit4
Blog

Selbstlernende Software: Teil 1

Veröffentlicht von  Michael Kiefer

Selbstlernende Unternehmenssoftware

Durch den Einsatz moderner Technologien in der Mustererkennung, des maschinellen Lernens und sogenannter „Computer Aided Decision Systems“ sowie der Nutzung des „Internet der Dinge“ gehen wir ins nächste digitale Zeitalter. Software, die automatisiert Entscheidungen mit oder ohne Kontrolle von Nutzern treffen kann, wird immer stärker in den Mittelpunkt rücken. Intelligente Unterstützung von Benutzern in Entscheidungen basierend auf Mustern und Datenverdichtung werden immer wichtiger. Mit einer selbstlernenden Software kann eine Vorselektion basierend auf früheren Entscheidungen oder ähnlichen Szenarien vorgenommen werden. So wird die Interaktion mit der Software minimiert und der Mitarbeiter nur dann miteinbezogen, wenn die menschliche Intelligenz und Erfahrung entscheidend für das Auflösen eines Konfliktes gefordert ist, oder der Geschäftsprozess in die richtige Richtung gelenkt werden soll. Wird ein Benutzereingriff erforderlich, wird jedoch die Anzeige in der Eingabe so intelligent verringert, dass der Anwender sich zur Ausführung auf zentrale Punkte konzentrieren kann. Dadurch wird die Menge an manuellen Eingaben reduziert, Fehler vermieden, so dass sich der Mitarbeiter auf wirklich mehrwertschaffende Aufgaben konzentrieren kann. Das ist die Zukunft von Business-Software.

Was kann eine selbstlernende Enterprise-Software wirklich?

Im Kern ist selbstlernende Enterprise-Software in der Lage ganz ohne oder mit minimalem Zutun des Anwenders Aufgaben auszuführen. Damit können wiederkehrende Aufgaben wie die Freigabe von Rechnungen, die Durchführung der Buchhaltung oder Reisekostenabrechnungen automatisiert werden. Als Grundlage dient die Analyse der Wechselwirkungen zum Nutzer mittels Algorithmen. Durch Mustererkennung und statistische Analyse kann die Software typische Benutzeraktionen in bestimmten Situationen "erlernen" und Aktionen für die Zukunft automatisieren. Die Analyse von erfolgten Interaktionen ermöglicht es, mehr halbautomatische bzw. automatische Lösungen zu erstellen: Lösungen, die sich in ihrem Verhalten auf der Grundlage früherer Interaktionen, Entscheidungen und Benutzeraktionen dynamisch ändern.

Adaptive Benutzeroberfläche

Die grundlegende Idee der adaptiven Benutzeroberfläche (UI) besteht darin, intelligent und basierend auf vorangegangenen Interaktionen des Nutzers eine Eingabe aufgabengerecht zu präsentieren. In der heutigen Unternehmens-Software enthalten Benutzeroberflächen Eingabefelder, die vom Nutzer jedes Mal aufs Neue befüllt werden müssen. Einige Felder sind mit anderen Datenbereichen verbunden: Dies bedeutet, dass in Abhängigkeit eines Feldwertes, andere gefüllt werden, damit das System die Dateneingabe als Ganzes akzeptiert. So wird für den Nutzer eine einfache Aufgabe zu einem komplexen Unterfangen - ganz egal wie schön die Benutzeroberfläche aussieht. Die adaptive Benutzeroberfläche wiederum zeichnet alle Aufgaben auf, die der Nutzer durchführt, egal wann oder in welcher Reihenfolge. Denn die Erfahrung zeigt, dass ein Nutzer immer eine bestimmte Anzahl von gleichen Werten füllt. Dies kann das System auch automatisch erledigen. Des Weiteren können Felder, die immer unberührt bleiben, dynamisch von der Benutzeroberfläche entfernt werden, um diese übersichtlicher zu machen. Durch das Entfernen von ungenutzten Feldern und das automatische Befüllen anderer Felder kann das System von selbst aus eine wiederkehrende Aufgabe wie z.B. die Bestellung von Briefpapier übernehmen und den Nutzern darüber informieren.

Mehr zum Thema:

 

Selbstlernende Software: Teil 2

Selbstlernende Software: Teil 3

Michael Kiefer

Folgen linkedin xing