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Quo vadis DACH? BARC-Anwenderstudie zeigt den aktuellen Stand zu Cloud Anwendungen im CPM

Veröffentlicht von  Dr. Christian Fuchs

Der Einsatz Cloud-basierter Lösungen für Corporate Performance Management (CPM) und insbesondere Unternehmensplanung ist heute immer noch vergleichsweise selten. Im Bereich der Bestandsimplementierungen vertrauen viele Unternehmen auf ihre existierenden On-Premises-Lösungen. Steigender Kosten- und Effizienzdruck machen jedoch ein Umdenken erforderlich. Flexibilität und Elastizität sind dabei wesentliche Gründe für Unternehmen, sich für Cloud-basierte Lösungen interessieren. Konsequenterweise nimmt das Interesse an der Cloud bei Neuimplementierungen rasant zu. Ein Beweis für das Umdenken in Unternehmen. Viele Unternehmen erkennen die Chancen, die die Cloud bietet, und versuchen diese zu ihrem Vorteil zu nutzen. Besonders Unternehmen mit einer global verteilten Anwenderbasis und vielen Nutzern profitieren massiv von der Bereitstellung in der Cloud.

Unternehmen in DACH öffnen sich der Cloud – auch im Bereich Planung und CPM

Generell implementieren Unternehmen in der DACH-Region neue IT-Lösungen ganz allgemein (ERP, CRM, SCM, BI etc.) auch heute noch vorwiegend On-Premises (siehe Abbildung 1). Die Cloud ist jedoch auf dem Vormarsch und eine „Cloud-first-Policy“ wird bereits von einem großen Anteil der Unternehmen unterstützt. Auch im Bereich Planung und CPM öffnen sich Unternehmen zunehmend der Bereitstellung über die Cloud. Das Wachstum des „Pro“-Lagers ist über die Zeit deutlich sichtbar, der Einsatz der Cloud nimmt kontinuierlich zu und die Skepsis stark ab. Viele Unternehmen sind mit ihren heute eingesetzten On-Premises-Lösungen zufrieden. Der Verbesserungsdruck ist für sie eher gering und den möglichen Vorteilen stehen bekannte und unbekannte Risiken gegenüber. Die Cloud ist für Unternehmen besonders interessant, die neue Anforderungen umsetzen oder ihre Lösungen modernisieren wollen.

Abbildung 1: Welche Aussage zu Ihrer generellen IT-Strategie trifft am ehesten zu? (n=228)

Die Cloud bietet die benötigte Skalierbarkeit für moderne Planungen

Moderne Unternehmensplanungen verlaufen zunehmend dynamisch und kollaborativ, sie erfordern die gleichzeitige Beteiligung vieler Planer. Um diese gleichzeitigen, häufig dezentral verteilten Planer performant bedienen zu können, bedarf es entsprechender Skalierbarkeit. Die Cloud bietet mit flexibel zuordenbaren Hardwareressourcen die erforderliche Basis. Deren Elastizität unterstützt zudem die Verarbeitung größerer Datenmengen sowie die Durchführung rechenintensiver Operationen für Predictive Planning. Die Cloud ist damit attraktiv für Planungen, die mehr Planer bedienen, Lastspitzen abdecken müssen sowie große Datenmengen verarbeiten und Rechenleistung für statistische Hochrechnungen benötigen. Die Vorteile der Cloud bezüglich Skalierbarkeit und Performance führen zu einer höheren Zufriedenheit bei den Anwendern (siehe Abbildung 2).

Abbildung 2: Wie zufrieden sind Sie mit folgenden Aspekten Ihres eingesetzten Softwarewerkzeuges? (Auszug, n=255)

Umstieg auf die Cloud motiviert Unternehmen ihre Planungen zu modernisieren

Der Einsatz moderner Planungsansätze unterstützt die Verbesserung und Effizienz der Planung. Die Nutzung moderner Planungsansätze wie einer vollständig integrierten Unternehmensplanung oder Predictive Planning ist für viele Unternehmen immer noch häufiger Wunsch als Realität. Die Modernisierung der technischen Basis, häufig in der Cloud, bietet Unternehmen die ideale Gelegenheit, ihre Planungen auch inhaltlich zu modernisieren. Die höhere Flexibilität in der Ausgestaltung durch die bessere technische Unterstützung führt zur stärkeren Nutzung moderner Planungsansätze. Den optimalen Nutzen erzielen Unternehmen, wenn sie die technische Neuausrichtung für eine inhaltliche Modernisierung der Planung nutzen. Die Cloud vereinfacht es Unternehmen moderne Planungsansätze einzusetzen, da sie den Betrieb vereinfacht und damit den Fokus auf das Wesentliche lenkt (siehe Abbildung 3).

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Abbildung 3: Welche dieser Planungsansätze werden bei Ihnen im Unternehmen heute bereits genutzt oder sollen zukünftig genutzt werden? Nach Cloud-Einsatz (n=236)

Unternehmen erwarten sich Kostenvorteile von der Cloud-Nutzung

Kosten sind für Unternehmen ein zentrales Entscheidungskriterium für oder gegen die Cloud, ein geringerer Aufwand für den Betrieb ist dabei der wichtigste Aspekt. Die erwarteten Einsparungen sind hoch, die tatsächlich erzielten werden dem nicht immer gerecht, trotzdem beeinflusst die Kostensensibilität den Weg in die Cloud. Sind die Kosten geringer, wollen viele Unternehmen die Cloud intensiver nutzen (siehe Abbildung 4). Nach wie vor sind jedoch Bedenken zur Datensicherheit das wichtigste Argument gegen Cloud-basierte Lösungen. Sie werden nicht durch Vorteile bei den Kosten und der Flexibilität aufgewogen, da die genutzten Daten durchgehend als sensibel eingestuft werden. Geringere Kosten allein lassen Bedenken zur Datensicherheit nicht einfach in den Hintergrund treten.

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Abbildung 4: Sind die Kosten (TCO) für die Cloud geringer als für On-Premises, werden wir die Cloud intensiver nutzen (n=252)

Fazit

Die Cloud an sich und auch die Cloud-basierten Werkzeuge für Planung und CPM haben eine Reife erlangt, die es erlaubt, die vielen Vorteile der Cloud gewinnbringend in Unternehmen zu nutzen. Gleichzeitig sind viele On-Premises-Lösungen in die Jahre gekommen. Sie unterstützen die Anforderungen einer modernen Unternehmenssteuerung nicht mehr ausreichend. Insbesondere für neue Anwendungen sollte die eigene IT-Strategie damit in Bezug auf die Nutzung der Cloud überprüft werden, ob diese noch „zeitgemäß“ ist. Vor allem für neue Projekte sollte sorgfältig nach Gründen gesucht werden, diese nicht in der Cloud umzusetzen anstatt umgekehrt.

Hier können Sie sich die komplette BARC-Anwenderstudie herunterladen.

Dr. Christian Fuchs

Dr. Christian Fuchs verantwortet die Analytics & Data Management Practice des Business Application Research Center (BARC). Als Senior Analyst ist er Hauptautor zahlreicher BARC-Studien im Bereich CPM und BI sowie ein gefragter Redner auf Konferenzen. Seine Spezialgebiete sind entscheidungsunterstützende Informationssysteme mit einem besonderen Fokus auf CPM, Planung und BI-Anwenderwerkzeuge. Als Berater unterstützt er Unternehmen im Softwareauswahlprozess und in der Einführungsphase sowie bei strategischen Fragen zum CPM- und BI-Anwenderwerkzeugportfolio inklusive Architektur und Nutzungsszenarien.