Wie Sie die Leerlaufzeiten in Dienstleistungsunternehmen reduzieren können
Die Reduzierung der Leerlaufzeiten – also die Zeiträume, in denen qualifizierte Fachkräfte nicht für abrechenbare Aufgaben eingesetzt werden – ist nach wie vor eine wichtige Priorität für Dienstleistungsunternehmen. Die Leerlaufzeiten wirken sich nicht nur auf die Rentabilität, sondern auch auf die Mitarbeiterzufriedenheit und die Agilität des Unternehmens aus.
Dieser Leitfaden bietet umsetzbare Einblicke und moderne Tools, um die Leerlaufzeiten effektiv zu nutzen und Strategien einzuführen, die den Anforderungen des Jahres 2025 gerecht werden.

Weiterlesen:
- Was sind Leerlaufzeiten?
- Warum ist es wichtig, die Leerlaufzeiten zu reduzieren?
- Die versteckten Kosten von Leerlaufzeiten
- Strategien zur Reduzierung der Leerlaufzeiten
- Die Rolle der Kultur
- Szenarioplanung für Flexibilität
- Die Zukunft reduzierter Leerlaufzeiten
- Umsetzbare nächste Schritte
- Wie Unit4 Ihrem Unternehmen helfen kann, die Leerlaufzeiten zu reduzieren
Was sind Leerlaufzeiten?
Leerlaufzeiten sind die Zeiträume, in denen Mitarbeitende nicht mit abrechenbaren Aufgaben beschäftigt sind, was sowohl die Ressourcenverfügbarkeit als auch die Rentabilität beeinträchtigen kann.
Die Leerlaufzeiten sind eng mit der Auslastung verknüpft, einer wichtigen Leistungskennzahl, die den prozentualen Anteil der Zeit misst, den Mitarbeitende für abrechenbare Arbeit aufwenden. Wenn eine Fachkraft beispielsweise 40 Stunden in der Woche zur Verfügung hat, aber nur 30 Stunden abrechenbar sind, liegt ihre Auslastung bei 75 %.
Die optimale Auslastung ist nicht unbedingt 100 %. Mitarbeitende brauchen Zeit für wichtige, nicht abrechenbare Aktivitäten wie Schulungen, interne Projekte und den Aufbau von Kundenbeziehungen. Viele Unternehmen haben jedoch sogar Probleme, eine Auslastung von 80 % zu erreichen, und das kann zu verpassten Umsatzchancen führen.
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Warum ist es wichtig, die Leerlaufzeiten zu reduzieren?
Leerlaufzeit ist mehr als nur ungenutzte Zeit; sie stellt eine strategische Herausforderung dar. Ein Beispiel: Ein Unternehmen mit 200 Berater*innen, von denen jede*r 1.000 Dollar pro Tag in Rechnung stellt, könnte bei einer Auslastung von 70 % jährlich 30,8 Millionen Dollar erwirtschaften.
Durch eine kleine Verbesserung der Auslastung auf 73,5 % könnte dasselbe Unternehmen seinen Umsatz auf 32,34 Millionen Dollar erhöhen, was eine deutliche Steigerung der Gewinnmargen wäre.
Die versteckten Kosten von Leerlaufzeiten
-
Finanzielle Belastung: Untätige Mitarbeitende verursachen Gehaltskosten, ohne Erträge zu erwirtschaften.
-
Arbeitsmoral: Längere Leerlaufzeiten haben eine demotivierende Wirkung auf Mitarbeitende und können zu Abwanderung führen.
-
Kundenbeziehungen: Die Fehlplanung von Ressourcen kann den Projektstart verzögern oder in verpassten Chancen resultieren.
Ein effizienter Umgang mit den Leerlaufzeiten erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, der Personalplanung, Technologie und Mitarbeiterentwicklung vereint.
Strategien zur Reduzierung der Leerlaufzeiten
Die Entwicklung von Strategien zur Reduzierung der Leerlaufzeiten ist unerlässlich, da sich dies unmittelbar auf die Rentabilität eines Unternehmens, die Mitarbeitermotivation und den effizienten Umgang mit Kundenanforderungen auswirkt.
Durch die Minimierung nicht genutzter Stunden können Unternehmen die abrechenbare Arbeit maximieren, die Ressourcenzuweisung verbessern und sich bei der Erbringung wertorientierter Dienstleistungen für Kunden einen Wettbewerbsvorteil sichern.
Nachfolgend sehen wir uns einige der Strategien an:
Verbesserung der Personalplanung
Eine effektive Personalplanung stellt sicher, dass die richtigen Mitarbeitenden zur richtigen Zeit für die richtigen Projekte eingesetzt werden. Mit prädiktiver Analytik und künstlicher Intelligenz lassen sich Projektprognosen deutlich verbessern.
Tools wie moderne Software für das Ressourcenmanagement helfen dabei, den künftigen Bedarf zu ermitteln und die Diskrepanz zwischen den verfügbaren Ressourcen und den Projektanforderungen zu verringern.
Proaktiver Ansatz für Recruiting und Weiterbildung
Anstatt zu warten, bis bestimmte Kompetenzen für ein Projekt benötigt werden, investieren Sie in die Weiterbildung Ihrer Mitarbeitenden. Prognosetools können auf kommende Trends hinweisen, sodass Sie Ihre Mitarbeitenden proaktiv in den gefragten Fähigkeiten schulen können.
Beispielsweise können cloudbasierte HCM (Human Capital Management)- und Talentmanagement-Lösungen mit ERP-Systemen integriert werden, um Qualifikationslücken dynamisch zu verfolgen und zu schließen.
Investitionen in Technologie und Automatisierung
Moderne ERP (Enterprise Resource Planning)- und HCM-Systeme sind ein wichtiger Faktor bei der Reduzierung der Leerlaufzeiten. Diese Systeme bieten einen Echtzeit-Überblick über die Verfügbarkeit von Mitarbeitenden, ihre Kompetenzen und die Projektanforderungen.
Wie Technologie hilft:
- Die Automatisierung von Verwaltungsaufgaben befreit Mitarbeitende von manuellen Prozessen wie Zeiterfassung und Reporting.
- Die dynamische Ressourcenzuweisung nutzt KI, um vorherzusagen, wann und wo die Ressourcen benötigt werden, sodass sie effektiv neu zugewiesen werden können.
- Eine bessere Zeiterfassung mit automatisierten Tools ermöglicht eine genaue Nachverfolgung der abrechenbaren Stunden, was für die Aufrechterhaltung von Transparenz und Rentabilität unerlässlich ist.
- Unternehmen, die auf Automatisierung setzen, melden Einsparungen von bis zu 80.000 Dollar jährlich durch Effizienzsteigerungen.
Verfolgung und Optimierung der Auslastung
Die Auslastung im Blick zu behalten und zu überwachen, ist entscheidend zur Reduzierung von Leerlaufzeiten. Diese Kennzahl gibt Aufschluss darüber, ob Ihr Team genügend Zeit für abrechenbare Aufgaben im Vergleich zu nicht abrechenbarer Arbeit aufwendet.
Berechnung der Auslastung
Auslastung = (Abrechenbare Stunden ÷ Gesamtstunden) × 100
Eine detaillierte Aufschlüsselung der Auslastung in abrechenbare Auslastung (kundenorientiert) und produktive Auslastung (einschließlich Schulungen und interner Projekte) hilft, Ineffizienzen zu erkennen. Anhand dieser Daten können Unternehmen die Preisgestaltung für Projekte, die Ressourcenzuweisung und die Kundenansprache verbessern.
- Tipp: Setzen Sie Benchmarks, die auf Ihr Unternehmen zugeschnitten sind. Das Ziel einer 100%igen Auslastung ist zwar unrealistisch, aber schrittweise Verbesserungen (z. B. eine Steigerung von 3–5 %) können die Rentabilität deutlich steigern.
Förderung der Mitarbeitermotivation
Bei motivierten Mitarbeitenden ist die Wahrscheinlichkeit von Leerlaufzeiten geringer. Investieren Sie in ihr Wachstum, indem Sie ihnen Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bieten und Projekte auf ihre Kompetenzen und Interessen abstimmen.
Die Rolle der Kultur
Ein Ansatz, der den Menschen in den Mittelpunkt stellt, fördert die Moral und sorgt dafür, dass sich die Mitarbeitenden auch in Leerlaufzeiten wertgeschätzt fühlen. So können Sie Ihre Mitarbeitenden beispielsweise mit anspruchsvollen Aufgaben oder abteilungsübergreifender Zusammenarbeit bei der Stange halten, während sie auf das nächste Kundenprojekt warten.
Szenarioplanung für Flexibilität
Angesichts der zunehmend unbeständigen Marktbedingungen ist die Szenarioplanung unerlässlich. Durch die Modellierung verschiedener Geschäftsszenarien können Unternehmen Herausforderungen vorhersehen und Ressourcen flexibler zuweisen.
Moderne Planungstools simulieren verschiedene Auslastungs- und Benchmark-Ergebnisse und helfen Unternehmen, sich auf Unwägbarkeiten vorzubereiten.
Die Zukunft reduzierter Leerlaufzeiten
Dienstleistungsunternehmen müssen 2025 mit technologischen Fortschritten, höheren Arbeitnehmererwartungen und wirtschaftlichem Druck rechnen. Unternehmen, die sich Anpassungsfähigkeit und Innovation auf die Fahnen geschrieben haben, werden erfolgreich sein.
Indem Ihr Unternehmen sich auf die Personalplanung konzentriert, Technologie nutzt und die Mitarbeitermotivation in den Vordergrund stellt, kann es die Leerlaufzeiten reduzieren und ein nachhaltiges Wachstum erzielen.
In einem Umfeld, in dem jeder Prozentpunkt der Auslastung zählt, können schon kleine Verbesserungen zu erheblichen finanziellen und operativen Vorteilen führen.
Umsetzbare nächste Schritte:
-
Prüfen Sie Ihre aktuellen Auslastungs- und Benchmarking-Kennzahlen.
-
Implementieren Sie ein modernes ERP-System mit fortschrittlichen Ressourcenmanagement-Funktionen oder führen Sie ein Upgrade auf ein solches System durch.
-
Entwickeln Sie einen Schulungsplan, der die Fähigkeiten der Mitarbeitenden mit den künftigen Projektanforderungen in Einklang bringt.
-
Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Strategien für die Ressourcenzuweisung und passen Sie sie mithilfe von Szenario-Planungstools an.
Mit diesen Strategien können Dienstleistungsunternehmen ihr volles Potenzial ausschöpfen und sicherstellen, dass ihre Mitarbeitenden nicht nur beschäftigt, sondern auch produktiv, motiviert und zukunftsfähig sind.
Wie Unit4 Ihrem Unternehmen helfen kann, die Leerlaufzeiten zu reduzieren
Die Lösungen von Unit4 ermöglichen es Dienstleistungsunternehmen, durch moderne Technologien und menschzentrierte Ansätze die Leerlaufzeiten effektiv zu reduzieren.
Mit robusten Systemen bietet Unit4 Echtzeit-Einblicke in die Ressourcenzuweisung, Kompetenzen und Projektanforderungen und ermöglicht so eine dynamische Personalplanung. Automatisierte Tools optimieren administrative Aufgaben wie die Zeiterfassung, sodass sich die Mitarbeitenden auf höherwertige Tätigkeiten konzentrieren können.
Die KI-gestützten Einblicke von Unit4 erleichtern prädiktive Analysen und die Szenarioplanung und helfen Unternehmen, den Ressourcenbedarf vorherzusehen und Leerlaufzeiten zu minimieren. Durch die Integration dieser Lösungen können Unternehmen ihre Auslastung verbessern, die Rentabilität steigern und die Mitarbeitermotivation fördern – mit Blick auf den langfristigen Erfolg.
Um diese Ziele zu erreichen, brauchen Sie unbedingt ein ERP, das Ihre Prozesse für Finanzmanagement, Projektmanagement, Ressourcenmanagement, Beschaffungsmanagement und Human Capital Management unterstützt.
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