Die 4 Arten des Risikomanagements | Unit4
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Die 4 Arten des Risikomanagements

von  November 18, 2022 | 3Minuten Lesezeit

In der Geschäftswelt sind Risiken nicht vermeidbar. Denn sie lauern überall, am deutlichsten wird dies jedoch bei der Betrachtung von Geschäftsverträgen und Geschäftsbeziehungen. Geschäftsverträge regeln alle Beziehungen und den Geldfluss im gesamten Unternehmen. Sie liefern damit umfassendsten Überblick über die Risiken, denen Unternehmen täglich ausgesetzt sind: Beschäftigung, Beschaffung und Akquisition, Finanzen, Vertrieb und Personalwesen.

Beim Risikomanagement geht es keinesfalls um Risikoausschaltung. Unternehmen können von Risiken profitieren, weil sie ihnen produktive Chancen bieten. Zudem kann Risikomanagement die Effizienz in Verwaltungssystemen so steigern, dass Verbesserungen im gesamten Unternehmen erzielt werden. Die Art und Weise, wie Sie mit Risiken umgehen, entscheidet letztlich über Erfolg oder Niederlage.

4 Arten des Risikomanagements

Die vier Arten des Risikomanagements sind sehr unterschiedlich und decken ein breites Spektrum an Szenarien ab. Sie eignen sich nicht gleichermaßen für jede Risikobewertung, aber sie spielen eine wichtige Rolle bei der Entscheidung, wie Sie mit einem bestimmten Risiko umgehen. Obwohl die Wahl manchmal klar ist, sollten Unternehmen Risiken im Kontext bestehender Systeme und Prozesse unter die Lupe nehmen.

  1. Risikovermeidung – Risikovermeidung bedeutet, sich aus einem Risikoszenario zurückzuziehen oder sich gegen das Handeln zu entscheiden.
  2. Risikominderung – Die Methode der Risikominderung wird angewendet, um das Risiko auf einem akzeptablen Niveau zu halten und das Ausmaß des Verlustes zu verringern.
  3. Risikotransfer – Durch die Übertragung des Risikos werden Risiken gemindert oder geteilt.
  4. Risikoeinplanung - Wenn das Risiko vereinbart, akzeptiert und in der Budgetierung berücksichtigt wird, wird es eingeplant.

In der Geschäftswelt dreht sich alles um Verträge. Mit zunehmender Vernetzung des modernen globalen Marktplatzes sind auch die Geschäftsverträge immer komplexer geworden. Einerseits stellen Verträge das Lebenselixier eines jeden Unternehmens dar, anderseits bergen sie auch das größte Risiko für Unternehmen. Risikobereitschaft und Risikotoleranz sind wichtige Aspekte des Risikomanagements, die kontinuierlich neu ausgelotet werden sollten. Denn sie stehen und fallen mit der finanziellen Lage eines Unternehmens. Die vier Methoden des Risikomanagements stellen sicher, dass alle Risikoszenarien auf angemessene und effektive Weise geprüft werden. Dafür können Unternehmen die folgenden vier Methoden einsetzen:

1.  Risikovermeidung

Es gibt vier Elemente zur Vermeidung von Vertragsrisiken, die auftreten, wenn das mit einem Vertrag verbundene Risiko als zu hoch erachtet wird.

  • Ablehnung – Deckt die Due-Diligence-Prüfung in der ersten Phase des Vertragslebenszyklus ein zu hohes Vertragsrisiko auf, lehnt das Unternehmen den Vertrag ab.
  • Neuverhandlung – Wenn das Risiko im Laufe des Vertragslebenszyklus zugenommen hat, können Unternehmen die Gelegenheiten nutzen, um den Vertrag zu überprüfen und Bedingungen neu auszuhandeln, um neue Risiken zu vermeiden.
  • Vertragsauslauf – Am Ende des ursprünglichen Vertragslebenszyklus kann das Unternehmen die Vertragsverlängerung ablehnen, wenn das Risiko als zu hoch eingeschätzt wird.
  • Kündigung – Wenn Umstände dazu führen, dass das Risiko im Laufe des Vertragslebenszyklus und außerhalb des vereinbarten Verlängerungszeitraums über ein akzeptables Maß hinaus ansteigt, kann sich das Unternehmen auf die Kündigungsklauseln berufen.

2.  Risikominderung 

Durch ein effektives Vertragslebenszyklusmanagement reduzieren Unternehmen das Vertragsrisiko in der Anfangsphase.

  • Vertragsverhandlung – Bei Bedarf kann eine Neuverhandlung in späteren Phasen des Vertragslebenszyklus zur Reduzierung des Vertragsrisikos beitragen, auch in der Verlängerungsphase. Dabei sollten die Minderung des Risikos und die Reduzierung des Schadens stets das Ziel sein. 
  • Standardisierung – Die Erstellung standardisierter Geschäftsbedingungen und Klauseln ist eine wichtige Methode zur Reduzierung des Vertragsrisikos. Denn dadurch wird gewährleistet, dass alle Mitarbeitenden im Voraus genehmigte Klauseln verwenden, um Verträge aufzusetzen, was wiederum einheitliche Verträge sowie ein akzeptables Risikoprofil zur Folge hat.

3.  Risikotransfer 

Die Übertragung oder Aufteilung des Vertragsrisikos im Vertragsmanagement erfolgt durch sorgfältige Prüfung Dritter und anschließendes Outsourcing. Diese Methode eignet sich sowohl für Produktions- als auch für Dienstleistungsunternehmen, bei denen bestimmte Aspekte an ein anderes Unternehmen abgegeben werden können.

4.  Risikoeinplanung

Jedes Mal, wenn ein Unternehmen einen Vertrag unterzeichnet, neu verhandelt oder verlängert, muss es die Risiken abwägen. Denn jeder Vertrag ist auf einer gewissen Ebene mit Risiken verbunden. Unternehmen müssen diese Risiken in ihre Risikomanagementplanung und -bewertung aufnehmen und ihre Risikobereitschaft und den Toleranzrahmen kontinuierlich prüfen.

Indem sie die vier Arten des Risikomanagements fest in ihre Kultur integrieren und zu Best Practices machen, können sich Unternehmen anderen gegenüber – Kunden, Partnern oder Lieferanten – als sichere Geschäftspartner präsentieren. Wenn Partner und Einzelpersonen wissen, dass ihre Interessen Vorrang haben, profitiert das Unternehmen von Folgegeschäften und langfristigen Beziehungen. 

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