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Wie wird die professionelle Dienstleistungsbranche 2025 aussehen?

Die Professional-Services-Branche ist auf einem soliden Kurs. Eine weltweite Studie von Service Performance Insight (SPI) ergab, dass der Branchenumsatz zwischen 2018 und 2019 um mehr als 10 Prozent gestiegen ist, während der Bilanzgewinn respektable 15,2 Prozent betrug (bei einem geringen Rückgang im Jahresvergleich). Trotzdem können Unternehmen es sich jetzt nicht leisten, sich zurückzulehnen, denn: Veränderung steht vor der Tür. 

Ein wachsender Markt entwickelt sich ständig weiter und bis 2025 wird es einige drastische Änderungen geben. Werfen wir einen genaueren Blick auf einige der Trends und Einflüsse, die die Zukunft professioneller Dienstleistungen prägen werden, und sehen wir uns an, wie sich Organisationen anpassen müssen, um auch in fünf Jahren erfolgreich zu sein. 

Dienstleistungspakete werden zu abonnierbaren Produkten  

Die gute Nachricht für professionelle Dienstleistungsorganisationen (PSOs) ist, dass der Dienstleistungssektor Jahr für Jahr wächst. In den USA beläuft sich sein Wirtschaftsanteil bereits auf 80 Prozent. Doch Marktwachstum bedeutet zunehmenden Wettbewerb, und laut SPI müssen sich Dienstleistungsunternehmen in den nächsten fünf Jahren ihre Preis- und Abrechnungsmodelle ganz genau ansehen, um von den neuen Möglichkeiten zu profitieren. 

So stammen etwa laut SPIs „Professional Services Maturity Benchmark 2020“ rund 20 Prozent des derzeitigen Branchenumsatzes aus wiederkehrenden Erlösmodellen. Dieser Ansatz wird bis 2025 noch weiter an Fahrt gewinnen. Abonnement- und Managed-Service-Verträge werden zur bevorzugten Abrechnungsmethode für Kunden, da PSOs auf ein nutzungsbasiertes Verbrauchsmodell umstellen. 

Indem sie ihr Geschäft auf diese Weise gestalten, erleichtern Organisationen ihren Kunden den Kauf ihrer Dienstleistungen. Die Herausforderung besteht darin, die Unternehmen so aufzustellen, dass sie die Mehrkomponentenverträge verwalten können, die sich aus diesem Ansatz ergeben. 

Intelligente, technikgestützte Lösungen statt harter Arbeit 

Wenn ein nutzungsbasiertes Modell zur Norm werden soll, müssen Organisationen sorgfältig prüfen, wo ihre Ressourcen gebündelt sind. 2025 werden Branchenführer erkennen, dass sie nicht härter, sondern intelligenter arbeiten müssen, und werden transformative Technologien einführen, um diesen Wandel zu erleichtern. 

In den nächsten fünf Jahren werden professionelle Dienstleistungsunternehmen Technologien einsetzen, um die Zeit zu reduzieren, die ihre Mitarbeiter mit administrativen Aufgaben, der Planung von Meetings, Datenerfassung und manuellen Performance-Analysen verbringen. Cloud-Innovationen, Business Intelligence (BI) und künstliche Intelligenz (KI) werden für diese Veränderung von zentraler Bedeutung sein – insbesondere Plattformen und Anwendungen mit nutzerfreundlicher Oberfläche. 

Und was noch wichtiger ist: Die Technologie wird Mitarbeitern nicht nur grundlegende Verwaltungsaufgaben abnehmen, sondern sie auch dabei unterstützen, zusammen auf gemeinsame Ziele hinzuarbeiten. Die Forschungen von SPI zeigen, dass nur fünf Prozent der PSOs derzeit in einem „optimierten“, kooperativen Modell arbeiten. Diese Zahl wird sich bis 2025 drastisch erhöhen, wenn Unternehmen ihren Mitarbeitern jene Tools bereitstellen, mit denen sie sich auf sinnvolle Unternehmensverbesserungen, wirkungsvolle Transformationen und Change Management konzentrieren können. 

Menschliche Arbeit bleibt für den Erfolg essenziell  

Eines der häufigsten Missverständnisse über die Zukunft von Unternehmen im Allgemeinen ist, dass Menschen in den nächsten fünf bis zehn Jahren von Maschinen ersetzt werden. Wie bereits erwähnt, spielt die Technologie eine wichtige Rolle bei der Automatisierung und Optimierung von Aufgaben mit wenig Mehrwert. Dies jedoch wird die Mitarbeiter motivieren und es ihnen erlauben, sich auf wertvollere, anspruchsvollere Tätigkeiten zu konzentrieren. 

Laut der Benchmark-Studie aus dem Jahr 2020 stieg das Personalwachstum um neun Prozent, und der Trend, dass Maschinen den Menschen unterstützen, wird sich in den nächsten fünf Jahren fortsetzen. Wenn Unternehmen erst einmal ausgefeilte Software-as-a-Service-Lösungen (XaaS) zur Verbesserung von Geschäftserkenntnissen und -strategien einsetzen, werden sie im Recruiting nach neuen Qualifikationen suchen und eine überzeugende Zukunftsvision schaffen, um Spitzenkräfte zu gewinnen. 

Gut möglich, dass die Technologie gewisse Positionen obsolet macht, die keinen Umsatz generieren, was bis 2025 zu einem höheren Anteil abrechenbarer Mitarbeiter führen wird. Um sicherzustellen, dass diese Mitarbeiter die „Besten der Besten“ sind, müssen Organisationen ihnen entsprechende Zusatzleistungen bieten und ihre Weiterentwicklung kontinuierlich fördern. Die Forschungen von SPI haben ergeben, dass die durchschnittliche Zeit für die Anwerbung und Einstellung neuer Mitarbeiter im Jahresvergleich auf 121 Tage gestiegen ist, weshalb die Mitarbeiterbindung für den zukünftigen Unternehmenserfolg entscheidend ist.  

Junge Mitarbeiter werden die Unternehmenskultur prägen  

Heute wird die Branche noch von älteren Männern dominiert – der in der Benchmark-Studie ermittelte Durchschnittsbeschäftigte ist 39 Jahre alt und männlich. Doch in fünf Jahren kann viel passieren, vor allem, wenn jüngere Generationen die Karriereleiter hochklettern. 

Millennials und ihre Nachfolger, die Generation Z, bringen frische Energie und Ideen mit, und sie haben eine ganz andere Einstellung zum Wohlbefinden am Arbeitsplatz – eine, die professionelle Dienstleistungsorganisationen übernehmen müssen, um junge Talente zu gewinnen und zu binden. 

Messbarer Aufwand und Ergebnisse sind für diese Altersgruppe bedeutsam. Darüber hinaus ist die ethische und soziale Glaubwürdigkeit eines Unternehmens für Millennials grundlegend – ein guter Ruf bedeutet mehr als nur Rentabilität. 

Diese Werte werden die Arbeitswelt bis 2025 beherrschen. Daher müssen sich Unternehmen jetzt auf Veränderung vorbereiten, um das Millennial-freundliche Umfeld der Zukunft zu gestalten. In fünf Jahren werden junge Fachkräfte in ihrem Job 100 Prozent geben wollen, im Wissen, dass sie einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Gesamtziele leisten – und trotzdem pünktlich nach Hause gehen können. 

Veränderung bewältigen und komplexe Sachverhalte verstehen 

Wir stellen bereits jetzt fest, dass Kennzahlen wie Produktivität, Motivation und Zusammenarbeit im Bereich professioneller Dienstleistungen an Bedeutung gewinnen. Die Verbindung von Technologie und Know-how wird dafür sorgen, dass sie in den nächsten 5-10 Jahren zum übergreifenden Branchen-Ethos werden. 

Bis 2025 wollen Beschäftigte nicht mehr mit operativen Abläufen und Administrationstätigkeiten behelligt werden, sondern sich voll und ganz auf ihre Rolle konzentrieren, in dem Wissen, dass das Backoffice ihre Anforderungen unterstützt. Digitale Lösungen sollten Alltägliches erledigen, sei es Kapazitätsplanung, Reiselogistik oder Kommunikation, damit Beschäftigte mit minimalem Aufwand ihr Bestes geben und eng mit Kollegen zusammenarbeiten können.  

Etwas, das sich in den kommenden fünf Jahren nicht ändern wird, ist der Bedarf an Menschen. Professionelle Dienstleistungen sind ein Markt, der von den Mitarbeitern abhängt – und diese benötigen klare Einblicke, um ihre Leistung zu steigern. Der Unterschied liegt darin, dass immer mehr Organisationen in Tools investieren werden, die ihnen helfen, komplexe Sachverhalte zu verstehen. Auf diese Weise können sie sowohl Talente fördern als auch Ergebnisse für ihre Kunden liefern. 

To learn more about today’s trends as you look to the future, download the 2020 Professional Services Maturity Benchmark.

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