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Diese Trends sollten Teil Ihrer Beschaffungsstrategie sein

von  Dezember 8, 2022 | 4Minuten Lesezeit

Mehrwert, Lieferanten-Diversity, Standort und Nachhaltigkeit der Lieferkette sind nicht nur eigenständige KPIs, sondern gehören zu einem kompletten Beschaffungsökosystem, das sich auf die Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt auswirkt.

Derzeit zeichnet sich der Trend ab, dass Unternehmen ihre Beschaffungsstrategien immer mehr auf Mehrwert statt Kosten ausrichten. Sie priorisieren Lieferanten-Diversity sowie Multi-Sourcing-Ansätze und streben mehr Nachhaltigkeit in ihrer Lieferkette an.

Die Top-Performer haben es vorgemacht: Wer eine erfolgreiche Beschaffung aufbauen will, muss zunächst die übergeordneten Geschäftsziele ermitteln und die KPIs für die Beschaffung daran ausrichten. Dadurch können sie nicht nur die Gesamtrentabilität steigern, sondern dem Unternehmen zum langfristigen Erfolg verhelfen, im Hinblick auf Kunden, Lieferanten, Mitarbeitende und Gemeinden.

Höchste Zeit, sich weniger auf Kosten und mehr auf den Mehrwert zu konzentrieren

Die Kosten- und Ausgabenbegrenzung zählt zu den Hauptaufgaben von Beschaffungsteams. Dieser auf Kosten gerichtete Tunnelblick führt letztlich aber zu mehr Kosten. Denn es müssen auch andere Variablen berücksichtigt werden. Die Gesamtbetriebskosten (TCO), also Anschaffungs- und Betriebskosten eines Produkts oder einer Dienstleistung, müssen bei Beschaffungsentscheidungen bedacht werden. Denn neben den quantifizierbaren Kosten für den Erwerb und den Betrieb umfasst diese Variable auch die mit dem Änderungs- und Prozessmanagement einhergehenden Kosten, wie Mitarbeiterschulungen und Opportunitätskosten.

Durch die Integration der TCO in Ihren strategischen Beschaffungsprozess verkürzen Sie die Beschaffungszykluszeiten, weil Sie Mehrwert aus Ihren Lieferantenverträgen ziehen, Innovation fördern und für effizientere Prozesse sorgen. Unternehmen stehen verschiedene Methoden zur Auswahl, um ein TCO-Modell zu erstellen. Für welches sie sich auch entscheiden, sie werden grundsätzlich Daten aus verschiedenen Quellen, wie Lieferantenverträgen und Ausgabenanalyse-Tools erfassen müssen, um fundierte Entscheidungen zu treffen.

Eine TCO-Analyse kann auf verschiedene Kosten angewendet werden, von Investitionsausgaben (z. B. Leasing von Ausrüstung im Vergleich zum Kauf von Ausrüstung) bis hin zum Personalmanagement (z. B. Verträge mit externen Mitarbeitenden im Vergleich zur Einstellung von Vollzeitmitarbeitern). Kurz gesagt: Mit einer TCO-Analyse kann Ihr Unternehmen das beste Preis-Leistungs-Verhältnis ermitteln, Compliance gewährleisten, Ausfälle und Risiken auf ein Minimum reduzieren. Aber sie kann sogar auch dazu beitragen, Beschaffungsprozesse nachhaltiger zu gestalten (im Hinblick auf Wasser- oder Stromeinsparungen).

Sorgen Sie für Lieferanten-Diversity

Das Thema Lieferanten-Diversity gewinnt immer mehr an Bedeutung. Dazu gehören Unternehmen, die sich im Besitz und Betrieb von Mitgliedern von Minderheitsgruppen, Frauen, Veteranen, LGBT+-Mitgliedern oder Menschen mit Behinderung befinden. An dieser Stelle muss darauf hingewiesen werden, dass Lieferanten-Diversity nicht dasselbe ist wie Lieferkettenvielfalt (mehr dazu später), wobei Sie durch Lieferanten-Diversity in Ihrer Lieferkette automatisch für eine Ihre diversifizierte Lieferkette sorgen.

Initiativen zur Förderung der Lieferanten-Diversity sind eine ideale Gelegenheit für die Beschaffung, das Engagement ihres Unternehmens für Diversity und Inklusion in die Tat umzusetzen. Indem Sie alle Ihre Lieferanten dazu auffordern, sich in einem speziellen Portal zu registrieren, können Sie im Handumdrehen wichtige Lieferantendaten erfassen, darunter auch Diversity-Zertifizierungen. Dadurch erhalten Sie einen besseren Überblick darüber, wie vielfältig Ihre Lieferantenbasis wirklich ist. Zudem können Sie Ihre Strategien für das Management der Lieferantenbeziehung entsprechend daran ausrichten.

Die Suche nach vielfältigen Lieferanten und das Reporting zu mit Lieferanten-Diversity einhergehenden Ausgaben kann sehr zeitaufwendig und mühsam sein. Denn Wert lässt sich nur schwer quantifizieren. Häufig fehlen Benchmarking-Daten und kleineren Lieferanten mangelt es an Ressourcen, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu bewerben. Hier kommt Technologie ins Spiel. Denn spezielle Lösungen können Daten zur Lieferanten-Diversity in Echtzeit anzeigen und so gleiche Wettbewerbsbedingungen schaffen, damit kleinere Lieferanten mit größeren Unternehmen konkurrieren können.

Die Diversifizierung der Lieferkette ist eine Risikomanagementstrategie

Im Laufe der letzten 50 Jahre kam es zu zahlreichen Ausfällen der Lieferketten. Aber die Coronavirus-Pandemie war sicherlich eine der größten Bedrohungen. Überall fehlten Schutzausrüstungen, hochwertige Schutzmasken und sogar auch wichtige Inhaltsstoffe zur Herstellung von Medikamenten. Unternehmen mit Absatzmärkten in mehreren Ländern können davon profitieren, die Produktion näher an ihre Kunden zu verlagern. Denn im Falle von Störungen können sie die Nachfrage weiterhin bedienen oder sogar die Produktion hochfahren.

Unternehmen, die sich ein vielfältiges, globales Lieferantennetz aufbauen, können Ausfälle und Engpässe schnell abfedern. Der Aufbau eines großen Lieferantenpools mag mit Kosten einhergehen, lohnt sich aber für Unternehmen, weil sie Produkte und Materialien auch in Krisenzeiten liefern können.

In diesem Video erfahren Sie, wie Emirates Flight Catering seine globale Lieferkette in nur drei Tagen anpassen musste, um Störungen entgegenzuwirken.

Darüber hinaus bieten Multi-Country-Sourcing und Nearshoring den zusätzlichen Vorteil, Diversifizierung und Nachhaltigkeit in die Lieferkette einzuführen. Die Coronavirus-Pandemie verursacht beispielsweise noch immer Probleme in den US-Häfen. Containerschiffe aus Asien können ihre Fracht nicht abladen, während amerikanische Verbraucher und Unternehmen Wochen oder Monate auf Waren warten müssen, die sie normalerweise innerhalb weniger Tage erhielten. Eine TCO-Analyse der Lieferantenbeziehung kann unter Umständen aufzeigen, dass Unternehmen durch die Zusammenarbeit mit kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) und lokalen Lieferanten erhebliche Einsparungen erzielen, Treibhausgasemissionen reduzieren und Unterbrechungen minimieren können.

Nachhaltige Lieferketten liefern langfristigen Geschäftswert

Transparente, nachhaltige Lieferketten sind unerlässlich, um Kinderarbeit, Menschenhandel, unsichere und ungerechte Arbeitspraktiken zu bekämpfen und die Umweltauswirkungen zu überwachen. Darüber hinaus verlangen Verbraucher heute, dass Unternehmen auf allen Ebenen der Lieferkette die volle Verantwortung übernehmen. Sie fordern Transparenz, die weit über Tier-1-Lieferanten hinausgeht.

Durch den Aufbau einer nachhaltigen Lieferkette kann die Beschaffung maßgeblich zur Erfüllung der Corporate-Social-Responsibility(CSR)-Ziele der Organisation beitragen. Das Lieferantenmanagement und die enge Zusammenarbeit mit Lieferanten sowie Partnern ermöglichen Unternehmen Betriebsabfälle zu reduzieren und den Energieverbrauch zu verbessern für eine verantwortungsbewusste Beschaffung.

Laut Forschungsergebnissen von Gartner haben drei von vier Organisationen verantwortungsbewusste Beschaffungsprogramme implementiert, um Nachhaltigkeit in der Lieferkette zu fördern. Schwierigkeiten bei der Überwachung von Lieferanten und Anforderungen sowie falsche Annahmen, wie nachhaltige Alternativen seien teurer oder schwieriger zu beschaffen, überschatten jedoch oft den Erfolg.

Diese Annahmen sind nicht unbegründet, sondern eher fehlgeleitet. Alternativen können teurer, zeitaufwendiger und schwer in die Tat umzusetzen sein, wenn Beschaffungsteams mit dezentralisierten Softwaresystemen arbeiten, die das Erfassen und Analysieren von Daten zu einem mühsamen Prozess machen. Unternehmen entgehen dadurch nicht nur wichtige Chancen und Gewinne, sondern setzen sich auch Reputations-, Betriebs- und Finanzrisiken aus.

Finden Sie die richtigen KPIs für Ihre Beschaffung

Mehrwert, Diversity, Standort und Nachhaltigkeit der Lieferkette sind keine eigenständigen KPIs. Sie hängen alle als Teil eines Beschaffungsökosystems zusammen. So entstehen Win-win-Partnerschaften, die sich positiv auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt auswirken.

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